Der Kern des Problems
Ein Pferd schwitzt nicht – das ist Fakt. Doch wenn die Temperatur steigt, gerät das Tier schnell aus dem Gleichgewicht, und das kostet nicht nur Leistung, sondern auch Geld.
Wie das Pferd seine Körpertemperatur reguliert
Durch Schwitzen an den Hufen, durch Hecheln, durch das Anlegen von Fell, das sich bei Hitze löst. Und das ist erst der Anfang.
Fehler, die Trainer häufig begehen
Sie legen die Zügel zu fest, ignorieren das Schwitzen, übersehen die Atemfrequenz. Dabei ist das Atemvolumen das eigentliche Thermostat.
Praktische Maßnahmen im Training
Erstens: Beobachten. Wenn das Pferd nach 10 Minuten im Schritt zu hecheln beginnt, sofort abbremsen. Zweitens: Flüssigkeit. Ein Schluck Wasser nach jeder Einheit, nicht erst nach dem Turnier. Drittens: Beschattung. Ein einfacher Baum kann die Körpertemperatur um 3 °C senken.
Ernährung und Thermoregulation
Ein hoher Salzgehalt im Futter zwingt das Pferd zum Schwitzen, das wiederum den Elektrolythaushalt belastet. Hier gilt: weniger Salz, mehr Mineralien.
Die Rolle der Wetterbedingungen
Hier kommt die thermoregulation beim pferd Wetten ins Spiel. Wer das Wetter im Blick hat, kann den Trainingsplan anpassen, bevor das Tier überhitzt.
Technische Hilfsmittel
Thermometer am Huf, Infrarotkameras, Herzfrequenzmesser – das sind keine Luxusgüter, sondern Pflichtausrüstung.
Abschließender Rat
Stoppe das Training, sobald das Pferd mehr als 30 % seiner maximalen Herzfrequenz erreicht, und gib ihm sofort Wasser.
